Sicher und sichtbar auf dem Schulweg

Der Schulweg ist für kleine und größere Schulkinder eine besondere Herausforderung, egal ob sie per Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Denn Kinder können Gefahren noch nicht automatisch erkennen und richtig einschätzen. Die Sicherheit im Straßenverkehr muss daher unter verschiedensten Bedingungen erlernt werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der dunklen Jahreszeit und schlechten Sichtverhältnissen bei entsprechenden Witterungen.

Mit Unterstützung von Matthias Weiß, Vater von drei Kindern, Verkehrserzieher bei der Polizei und Moderator des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, erklären wir die wichtigsten Regeln für eine gelungene Verkehrserziehung.

Weiß hält regelmäßig Seminare für Eltern an Kindergärten und trainiert Vorschüler, um sie für den Schulweg vorzubereiten. Auch Grundschüler gehören zu seiner Zielgruppe, denn auf dem Lehrplan der Dritt- und Viertklässler steht die Verkehrserziehung mit dem Fahrrad.

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1. Verkehrserziehung ist auch Elternsache

Institutionen wie Jugendverkehrsschulen, Grundschulen oder auch Kindergärten, die beispielsweise Verkehrserziehung spielerisch oder durch Spaziergänge zu Fuß thematisieren, bieten begleitende Programme an. Eltern sollten ihnen aber nicht die Hauptverantwortung übertragen. Den Grundstein müssen die Erziehungsberechtigten legen.

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2. Der richtige Zeitpunkt für Verkehrserziehung

Eltern können bereits mit einfachen, regelmäßigen Übungen bei ihren Zwei- bis Dreijährigen beginnen. Es ist wichtig, die Übungseinheiten Schritt für Schritt durchzuführen und sich Zeit zu nehmen. Kinder lernen anders als Erwachsene und sind noch nicht in der Lage, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu begreifen. Positives Verhalten darf und sollte gelobt werden, denn richtig dosiert stärkt es das Selbstbewusstsein und Sicherheitsgefühl. Wichtig ist, nicht zu schimpfen, wenn Kinder Fehler machen, denn das mindert die Bereitschaft zum Lernen.

3. Sicherheit im Straßenverkehr lernen

Das A und O in der Verkehrserziehung ist das Stehenbleiben an der Ampel, am Zebrastreifen, am Bordstein oder an Überquerungshilfen. Jeder Verkehrsteilnehmer muss sich nach dem Stopp erst eine Übersicht über die Verkehrssituation verschaffen. Solche Übungseinheiten, die auch von Eltern vorzuleben sind, können dann nach und nach um schwierigere Bedingungen erweitert werden, um das Verständnis für den Straßenverkehr zu intensivieren. Dazu gehören zum Beispiel vierspurige Straßen oder das Überqueren einer Straße zwischen geparkten Autos. Jede Übung sollte dabei immer langsam umgesetzt werden. So wird das Kind nach und nach immer sicherer im Umgang mit unterschiedlichen Verkehrssituationen.

4. Mit dem Fahrrad im Straßenverkehr

Kinder bis einschließlich acht Jahre müssen auf dem Fahrradweg fahren. Kinder von acht bis zehn Jahren dürfen auf dem Fahrradweg fahren. Ab zehn Jahre sind Radfahrer angehalten, sich auf der Straße fortzubewegen. Der begleitende Elternteil muss von der Straße aus die Übersicht über sein Kind behalten können. Parkende Autos versperren oftmals die Sicht. Ampeln und Zebrastreifen fordern zum Halten auf. Schnell ist das Kind nicht mehr in Sichtweite. Viele Kinder sind mit dem Fahrrad viel zu früh allein unterwegs, ohne Gefahren richtig abschätzen zu können. Eltern sollten daher mit ihren Kindern das Fahrradfahren intensiv trainieren. Ein guter Einstieg ist das Laufrad, denn es vermittelt ein Gefühl für Geschwindigkeit und das Bremsen kann geübt werden.

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5. Mit dem Fahrrad zur Schule

Das Lernverhalten ist von Kind zu Kind unterschiedlich, zudem verhalten sich Kinder in Begleitung ihrer Eltern immer anders als in der Schule oder wenn sie allein sind. Ab der dritten Klasse werden Kinder auch im Unterricht an die Regeln im Straßenverkehr herangeführt. In der vierten Klasse wird ihnen die Praxis vermittelt. Am Ende dieser erfolgreich abgeschlossenen Fahrradausbildung, die auch einen Test umfasst, erhalten sie einen so genannten Fahrradpass. Ab dann sind Kinder körperlich, motorisch und geistig reif genug, den Alltag im Straßenverkehr allein zu bewältigen. Vorher ist es schwierig, das als Eltern selbst zu beurteilen.

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6. Mit Bus und Bahn in die Schule

Der Weg zum Bus und die Fahrt zur Schule sollten von den Eltern begleitet werden, und zwar nicht nur vor der Einschulung, sondern auch noch die erste Zeit danach, solange es den Eltern beruflich möglich ist. Bei den Übungseinheiten vor der Einschulung sollten der Weg und die Fahrt unter realen Bedingungen geübt werden – am besten sogar zur selben Uhrzeit, zu der das Kind später unterwegs sein wird. Dabei  sollten Eltern ihrem Kind immer wieder genau erklären, worauf es zu achten hat, und auf die Gefahrenzonen hinweisen. Kinder sollten sich nach dem Betreten des Busses schnell einen Platz suchen, während der Busfahrt den Ranzen vom Rücken nehmen und erst aufstehen, wenn der Bus hält. Je nach Engagement der Schule oder eines entsprechenden Lehrbeauftragten gibt es eine gute oder schlechte Versorgung mit Schülerlotsen, die den Kindern vor der Schule helfen.

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7. Begleitung der Eltern bei neuen Wegen

Eltern können sich im Anschluss an die Einschulung untereinander abstimmen und abwechselnd die Kinder begleiten, bis sie die notwendige Sicherheit haben und ihnen die Verantwortung übertragen werden kann. Auch der Weg zur weiterführenden Schule sollte anfänglich gemeinsam absolviert werden, denn auch neun- bis zehnjährige Kinder benötigen für den neuen Schulweg meist etwas Unterstützung.

8. Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Gerade in der dunklen Jahreszeit verschafft helle, reflektierende Kleidung ohne großen Aufwand Sicherheit, da sie schnell auffällt. Wichtig ist, die Kleidung im Gespräch mit dem Kind zu thematisieren und gemeinsam helle und dunkle Kleidung miteinander zu vergleichen. Auch ein gemeinsamer Einkauf kann das Selbstbewusstsein und das Verständnis für die Situation steigern. Viele Hersteller bieten zur Herbst- und Winterzeit eher dunkle Kleidung an, die aber oftmals mit reflektierenden Materialien bestückt ist. Auch an Taschen, Schulranzen und Rucksäcken befinden sich Reflektoren, die für eine gute Sichtbarkeit sorgen – so auch bei LÄSSIG. In der trendigen Spooky Kollektion werden sogar kleine Geister im Dunkeln zum Leuchten gebracht, da sie sich im Licht automatisch aufladen. Dazu finden Eltern auch an Ranzen anderer Kollektionen wie About Friends oder Little Monsters reflektierende Elemente, die beim Anstrahlen durch Autoscheinwerfer aufleuchten.

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Zusätzlich können Schüler, die allein unterwegs sind, auch mit Westen –  ähnlich den Warnwesten im Auto – ausgestattet werden. Im Prinzip ist alles erlaubt, was gut zu sehen ist. Je heller, desto besser.

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