In der Elternzeit auf Reisen – Auszeit für die ganze Familie

Zwei Monate auf Tour in Neuseeland, mit dem Bus gen Süden zu Italiens und Kroatiens Küsten, mehrere Wochen auf Mallorca oder ein Sabbatjahr zu fünft: Immer mehr Familien verbringen die Zeit mit kleinen Kindern bzw. ihre Elternzeit auf Reisen.

Genau wie die passionierten Camper Sandra und Markus, die mit Sohn Neo (drei Jahre) und Tochter Nike (vier Monate) in einem Haus in der Nähe von Darmstadt leben. Seit drei Jahren erkunden sie zusammen mit ihrem Familienmobil auf mehrwöchigen Reisen den Süden Europas. Sie berichten begeistert von der Freiheit mit Wohnmobil und Zelt und zeigen mit Flexibilität und Fürsorge, dass das Reisen mit Babys und Kleinkindern Freude bringt und sich die Mühe lohnt.

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„Alle Freiheit haben, die Route selbst gesteckt – dann sind wir einfach losgefahren“

Die erste Familienreise führte Sandra und Markus für vier Wochen nach Süditalien, hinunter bis zum Absatz des italienischen Stiefels nach Apulien. Sohn Neo war damals, im Sommer 2015, gerade neun Monate alt. Erstes Ziel war die Hochzeit von Freunden in Monopoli. Die malerische Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern liegt direkt an der Adria. Das multifunktionale Reisemobil der Familie ist „ideal für Camping und für jeden Tag“, sagt Markus, „ein großes und sicheres Familienauto.“ Im Bus ist Platz zum Reisen, zum Schlafen und für Vorräte – Kochen, Essen und der Rest spielen sich draußen ab.

„Den Kofferraum aufmachen, aufs Meer schauen und den Wind durchwehen lassen"

Das ist immer ein Highlight, wenn wir nach fünf bis sechs Stunden Fahrt an einem schönen Platz ankommen. Wenn der Tisch steht, gibt es für uns erst mal ein Glas Wein.“ Der Platz wird entdeckt, ein Plausch mit den Nachbarn, man kommt ganz schnell in Kontakt, eine Abkühlung im Meer. „Eine halbe Stunde alleine schwimmen, wenn die Route geschafft und alles installiert ist, das ist mein nächstes Highlight“, erzählt Markus.

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Nach der brütenden Hitze in Apulien („jeden Tag um die 40 Grad“) geht die Reise weiter die Adriaküste entlang. Auf ihr erstes Mal Venedig hatten sie sich beide total gefreut: „Dort war der Himmel grau und Totalregen, alles nass und klamm. Und die italienische Gläschenkost hat Neo auch nicht zugesagt“, erinnert sich Sandra. Markus fasst die Spaßkiller beim Reisen mit Familie und Camper zusammen: „Schlechtes Wetter, alle Arten von Stau, das Kind macht nicht mit. Dann die Erwartungshaltung und den Druck rausnehmen, weiterfahren oder einen weiteren Stopp einlegen, eine Nacht ins Hotel gehen. Und hilfsbereite Campingnachbarn heben die Laune auch sofort.“

„Jeden Tag gibt es Neues zu erkunden“

Auf Entdeckungsreise unterwegs, von einem Platz zum anderen – „Campingferien sind mit Kindern ideal“, berichtet Sandra. „Es gibt kaum was Schöneres als den Erforscherdrang unseres Sohnes Neo, die Begeisterung in seinen Augen, wenn er uns fragt: ‚Wo ist heute Urlaub?“. In Südfrankreich und Kroatien waren sie an spannenden Orten: „Die kroatische Küste hat uns begeistert. Alles ein bisschen kleiner als in Italien, wunderschöne Campingplätze direkt am Wasser, freie Platzwahl für den Camper.“ Sandra und Markus kennen und lieben den Urlaub mit Wohnmobil und Zelt seit ihrer Kindheit: „Ich bin quasi in einem Campingbus aufgewachsen“, erzählt Sandra. Ihr eigenes Reisemobil haben sie nach und nach optimal auf ihre Ferienbedürfnisse angepasst: mit Einbauschrank, Kühlbox und großer Matratze, extra für den Bus. „So bequem schlafen wie zu Hause, nur platzbegrenzter“, nennt es Markus. „Wenn wir nicht mit dem Camper auf Reisen sind, stehen die Möbelmodule zu Hause in der Garage.“

„Beim Camping sehen wir einen Generationenwechsel: Viele junge Familien sind unterwegs“

Sandra und Markus planen bereits die nächsten Ferien in ihrem Familienmobil. Eine Premiere, denn mittlerweile sind sie zu viert, Töchterchen Nike ist vier Monate alt. Wo wird die Reise hingehen? „Südfrankreich wegen der Schönwettergarantie“, sagt Sandra spontan. „Skandinavien“, überlegt Markus. Die beiden schauen sich an und lachen. „Zum Glück sind wir frei und müssen uns nicht sofort festlegen.“

Schnelle Infos zur Elternzeit:

- Wer Elterngeld erhalten möchte, muss sich mehr als 183 Tage im Jahr in Deutschland aufhalten.
- Ein Elternteil kann höchsten ein Jahr lang bezahlt aussetzen. Weitere zwei Jahre Elternzeit sind unbezahlt möglich.
- Beide Elternteile können je sieben Monate Elternzeit gleichzeitig nehmen (mit dem Jahresurlaub zusammen acht Monate).
- Je kleiner ein Kind ist, desto günstiger ist es, mit ihm zu reisen.
- Babys sind noch nicht so anspruchsvoll wie Kleinkinder, Schulkinder oder Jugendliche und unternehmen am liebsten etwas mit ihren Eltern.

Mehr Informationen unter: Familienwegweiser des Bundesfamilienministeriums

Was kommt in die Wickeltasche, wenn man auf Reisen ist? Lesen Sie hier, welche Wickeltasche und Accesssoires für Sandra auf Kurztrips super praktisch sind.

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